Die gewaltige Expansion und Verstarkung der Aktivitaten der amerikanischen Polizei, der Strafgerichte sowie der Gefangnisse wahrend der letzten dreisig Jahre zielte erstens auf eine bestimmte Gesellschaftsschicht ab, zweitens auf die „Rassenzugehorigkeit“ und drittens auf bestimmte Orte. Sie hat deshalb nicht etwa zu einer Masseneinkerkerung, sondern vielmehr zu einer Hypereinkerkerung (sub-)proletarischer mannlicher Schwarzer aus dem implodierenden Ghetto gefuhrt. Diese dreifache Selektivitat zeigt, dass die Errichtung des gigantischen Bestrafungsstaates, der die USA an die Weltspitze der Inhaftierungsrate gebracht hat, zum einen eine verspatete Reaktion auf die Burgerrechtsbewegung und die Ghettoaufstande Mitte der 1960er Jahre ist, und zum anderen ein Instrument, das die neoliberale Revolution nutzte, um den gering qualifizierten Teilen der postindustriellen Arbeiterklasse unsichere Arbeit als normale Perspektive aufzuerlegen. Das doppelte Paar von Strafvollzug und marodem Hyperghetto auf der einen Seite und uberwachtem „workfare“ auf der anderen Seite ist kein moralisches Dilemma, sondern ein politisches Problem, das eine breite Untersuchung des Zusammenhangs zwischen ethnischem Stigma, gesellschaftlicher Ungleichheit und Bestrafung im Postfordismus erfordert. Schlusselworter: Hypereinkerkerung, soziale Klasse, „Rasse“, Ghetto, workfare, Stigma, Bestrafungsstaat, USA
Katherine Williams, Agnieszka J. Szwalbe, Nicholas P. Mulholland, Jean Louis Vincent, Andy M. Bailey, Christine L. Willis, Thomas J. Simpson, Russell J. Cox
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