Lipocalin 2 und Perilipin 5 in der Pathogenese der durch Fruktose ausgelösten NAFLD
Article 2015 de
Authors
JL
Jessica Lambertz
SB
SG Boaru
EB
Erawan Borkham‐Kamphorst
Abstract
1 min read
Hintergrund: Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) wird von hepatischer Insulinresistenz und Leberverfettung begleitet [1,2]. Die Zunahme an Fettsäuren in Hepatozyten steigert die Expression von Zytokinen und führt zur Entzündung. Übermäßige Aufnahme von Fruktose fördert diesen Prozess [2]. Lipocalin 2 (LCN2) ist ein Transportprotein, das die Mobilisierung von Fettreserven reguliert und an der Kontrolle des Fetttröpfchen-assoziierten Proteins Perilipin 5 (PLIN5) beteiligt ist [3 – 5]. Lipopolysaccharide (LPS) führen in Hepatozyten sowohl zur Aktivierung des NLRP3 Inflammasoms sowie zur gesteigerten LCN2 Expression [6,7]. Ziele: Ziel der Studie ist es, das Netzwerk von NLRP3, LCN2 und PLIN5 in der Entstehung und Progression der NAFLD zu ergründen und dessen Beeinflussung durch Fruktose zu untersuchen. Methodik: HepG2 Zellen und primäre Hepatozyten aus Wildtyp und LCN2-defizienten Mäusen wurden mit Fruktose oder LPS stimuliert. Die Expression von LCN2 und PLIN5 wurde mittels Westernblot und LCN2-Reporterassays untersucht. Die Aktivierbarkeit inflammatorischer Signalkaskaden wurde verglichen. Ergebnisse/Schlussfolgerung: Die Expression von LCN2 und PLIN5 steht in engem regulatorischen Bezug. In primären Hepatozyten führt eine Stimulation mit Fruktose oder LPS zu einer gesteigerten Induktion von LCN2 und PLIN5, die in HepG2-Zellen nicht beobachtet wird. HepG2 Zellen reagieren unempfindlicher auf entzündliche Reize und zeigen eine deutlich reduzierte Aktivierung von NLRP3. LCN2 und PLIN5 werden über inflammatorische Signalkaskaden reguliert und sind bei der Entstehung von NAFLD involviert.
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