NaSCN und KOCN reagieren mit Hexafluoraceton (HFA) im Molverhältnis 1:2 unter Abbau des Anions in einem Schritt zu den Hexafluorpropanimin‐Derivaten (CF 3 ) 2 CNC(CF 3 ) 2 OM ( 2a, b ) (MNa, K), wahrscheinlich über (CF 3 ) 2 CN – als Zwischenstufe. Die Hydrolyse von 2a in Gegenwart wäßriger Tetraphenylphosphoniumchlorid‐Lösung ergibt ein kristallines Hydrat der Zusammensetzung[(CF 3 ) 2 C(OH) 2 ·(CF 3 ) 2 C(O)OH] – Ph 4 P + ( 3 ). Im Kristall liegen dimere Dianionen vor, die über vier asymmetrische und zwei symmetrische Wasserstoff‐Brückenbindungen verknüpft sind. In einer unübersichtlichen Reaktion entsteht bei einem Reaktandenverhältnis KSCN/HFA von 1:1 die polycylische Bisspiroverbindung 5 . Kaliumselenocyanat reagiert mit HFA unter C – Se‐Bindungsspaltung und nachfolgender Bildung des CF 3 ‐substituierten Oxazolidins 6 . Die Röntgenstrukturanalysen von 2a, 3, 5 und 6 werden mitgeteilt.
Herbert W. Roesky, Volkmar W. Pogatzki, K. S. Dhathathreyan, Alfred Thiel, H.-G. Schmidt, Michael Dyrbusch, Mathias Noltemeyer, In Memory: G.M. Sheldrick (1942–2025)
Niklas Struch, Christoph Bannwarth, Tanya K. Ronson, Y. Lorenz, Bernd Mienert, Norbert Wagner, Marianne Engeser, Eckhard Bill, Rakesh Puttreddy, Kari Rissanen, Johannes Beck, Stefan Grimme, Jonathan R. Nitschke, Arne Lützen
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