Abstract
1 min readPostagrarische Veranderungen der Vegetation, Boden, C-Sequestrierung und C-Pools wurden anhand von drei Luvisol-Chronosequenzen entlang des Nord – Mitte – Suden Gradienten der Laubwaldregion Russlands untersucht. Boden und Vegetation entwickelten sich nach der Auflassung in Richtung naturlicher Auspragung: Luvisol unter Eichenwald mit Krautschicht. Dabei bekam der ehemaligen Ap-Horizont eine neue morphologische und chemische Stratifizierung ahnlich wie in naturlichen Luvisolen. Der Ap-Horizont war nach 120 Jahren durch Farbe, Gefuge und Lagerungsdichte noch erkennbar. C-Vorrate stiegen im Oberboden (5 cm) von 0.8 bis 1.7 kg m-2 (Norden), von 1.3 bis 1.9 kg m-2 (Mitte) und von 1.4 bis 2.3 kg m-2 (Suden). Die C-Akkumulation wurde mit zunehmender Bodentiefe geringer. Die Zunahme des Gesamt-C verlief in signifikant positiver Korrelation mit der C-Akkumulation in aktiven (freie partikulare organisches Material (POM); POM in Aggregaten) und passiven (C in Tonfraktion) C-Pools (g kg-1). Durch den Einbau des neuen C nahm das 14C-Alter des C in der Tonfraktion und in Aggregaten ab. Das deutet darauf hin, dass beide C-Pools (aktiv und passiv) auf die Umnutzung sensitiv reagieren.
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